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Brunchen für die Lebenshilfe

Am 5. Mai, dem Tag der Inklusion, findet in Fohnsdorf eine große Benefizveranstaltung zugunsten der Lebenshilfe Region Judenburg statt, organisiert wird diese von der international tätigen Lazarus Union. Bundesheer und Feuerwehr sind mit dabei.

„Wir wollen dazu beitragen, dass sich Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft entfalten können“, erklärt Walter Martetschläger, Mitglied der karitativen Lazarus Union, im Rahmen der Pressekonferenz am 9. April. Auf seine Initiative hin findet heuer am 5. Mai ein Musikbrunch statt, bei dem der Verkauf von Karten Geld für den guten Zweck einbringen soll. Leistungsschauen von Bundesheer und Freiwilliger Feuerwehr Fohnsdorf runden das Programm ab.

Das Geld kann die Lebenshilfe Region Judenburg gut gebrauchen. Begrenzte Fördermittel führten in der Vergangenheit bereits zur Reduktion von Ausbildungsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Doch die Verantwortlichen gehen neue Wege und eröffnen eigene Betriebe. Mit dem Nah&Frisch Murkauf, dem Restaurant Neuer Marktwirt und dem Bistro beim LKH konnten bereits langfristige Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen werden. „Neben den Einnahmen aus unseren Betrieben sind wir weiterhin auf Spenden angewiesen“, freut sich Sandra Rinofner, Obfrau der Lebenshilfe Region Judenburg, über die geplante Benefizaktion der Lazarus Union.

Die Festfolge am 5. Mai: Um 9 Uhr findet in der Pfarrkirche eine Festmesse mit Fahnenweihe statt, anschließend gibt es den Marsch zum Hauptplatz. Um 11 Uhr beginnt der Musikbrunch im Arbeiterheim, es spielen die Bergkapelle Fohnsdorf, Gernot Kranner und Ensemble, der Seemannschor Admiral Tegetthoff und die Ralph Duschek Jazzband. Der Eintritt zum Brunch ist nur mit einer Festkarte möglich. Erhältlich ist diese um 30 Euro bei Raiffeisenbank, Moden Zisser und Trafik Knefz in Fohnsdorf. Von 10 bis 15 Uhr findet die Leistungsschau von Bundesheer und Feuerwehr statt – bei freiem Eintritt. Auch Spenden werden gerne entgegengenommen (Raiba Aichfeld, IBAN AT98 3834 6000 0902 4449).

"Kanal 3" zu Besuch beim Ostermarkt

Mit ihrem beliebten Ostermarkt startete die Werkstätte Kohlplatz am 14. März 2018 ins lang ersehnte Frühjahr. Eine vielfältige Auswahl an duftenden Kräutern, ein reichhaltiges Sortiment an Frühjahrsblühern und originelle Ideen für die Osterdekoration, sowie zahlreiche Produkte aus der Küche, standen zur Auswahl. Auch der regionale TV-Sender "Kanal 3" war zu Gast am Standort.

BesucherInnen des Ostermarktes konnten sich auch heuer wieder über eine breite Produktpalette aus Garten und Küche freuen. Egal, ob bei einem Kaffee im Speisesaal, oder beim Schmökern in der Gärtnerei des Standortes, überall wurde man von KundInnen und BetreuerInnen herzlich empfangen und auch schon mal mit der einen oder anderen Kostprobe verwöhnt. Ob Liköre, Säfte, frisch gebackener Reindling – auf Wunsch konnten alle Küchenprodukte verkostet werden.

Auch der regionale TV-Sender "Kanal 3" ließ es sich in diesem Jahr nicht nehmen, für einen Video-Beitrag in die Werkstätte Kohlplatz zu kommen. Standortsprecherin Nicole Ebner und Obfrau Sandra Rinofner standen souverän für Interviews zur Verfügung und Standortleiterin Mag. Brigitte Rieser lobte ihr Team für die tolle Veranstaltung.

Das Video zum Nachsehen finden Sie HIER!

Trialog: Recht auf Arbeit, auch für beeinträchtigte Menschen

Die Selbstvertreter Daniel Gamweger, Martin Pichler und ihre Unterstützerin Maria Hafner nahmen von 8. bis 10. März 2018 am sogenannten Trialog der Lebenshilfe Vorarlberg teil, einer jährlichen Veranstaltung, bei welcher ein Thema immer aus drei Sichtweisen beleuchtet wird. Betroffene, Eltern und Angehörige, sowie Fachkräfte kommen zu Wort.

In diesem Jahr wurde das Thema "Arbeit statt Beschäftigung - auf dem Weg zu einer inklusiven Arbeitswelt" diskutiert. Dabei ging es unter anderem darum, dass betroffenen Menschen – wie andere auch – in einem Arbeitsverhältnis stehen, später einmal in Pension gehen und kein Taschengeld, sondern ein Entgelt bzw. Lohn erhalten wollen. Auch die arbeitsrechtliche Seite wurde im Zuge der Veranstaltung erläutert.

Mittels Impulsreferaten wurden praktische Beispiele gebracht, welche zum Teil sehr berührend waren. "Es war eine absolut gelungene Veranstaltung, mit vielen beeindruckenden Ergebnissen, bzw. Ansätzen, welche die TeilnehmerInnen mitnehmen konnten", so Maria Hafner.

"Wenn wir mehr sehen, was uns gelingt, als das, was uns trennt, erst dann wird uns eine inklusive Arbeitswelt gelingen."

Erwachsenenschutzgesetz: Infoveranstaltung sehr gut besucht

Am 6. März 2018 organisierte die Lebenshilfe Region Judenburg einen Informationsabend zum Thema "Von der Sachwalterschaft zum Erwachsenenschutzgesetz". Mag. Gabi Hasenberger, von der Lebenshilfe-Rechtsberatung, informierte über die geplanten Neuerungen, welche mit 1. Juli 2018 in Kraft treten.

Zahlreiche Eltern, Angehörige, MitarbeiterInnen und Freiwillige der Lebenshilfe Region Judenburg waren der Einladung von Obfrau Sandra Rinofner zum Informationsabend ins Restaurant Neuer Marktwirt gefolgt. Mag. Gabi Hasenberger, von der Lebenshilfe-Rechtsberatung, bereitete das umfangreiche Thema ausführlich auf: Beginnend mit der Geschichte der Sachwalterschaft, über die Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention bis hin zu den vier Säulen der Vertretung im neuen Erwachsenenschutzgesetz, welche ausführlich besprochen wurden. Immer wieder wurde auf Fragen der Anwesenden eingegangen und Besonderheiten des neuen Gesetzes gemeinsam diskutiert.

Unser Bistro – ein Beitrag für die Gesellschaft vor Ort

Das jüngste Vorzeigeprojekt der Lebenshilfe Region Judenburg schafft inklusive Arbeitsplätze – auch für schwer beeinträchtigte Menschen – und schließt die Versorgungslücke am LKH-Gelände. Am 31. Jänner 2018 wurde das Bistro im Beisein zahlreicher Ehrengäste offiziell eröffnet.

"Als im Vorjahr das bekannte Bistro am LKH-Gelände zum Verkauf stand, wurde in der Lebenshilfe die Idee geboren, zusätzlich zum Restaurant Neuer Marktwirt und dem Nahversorger in Murdorf, ein weiteres Projekt zu installieren", erklärt Mag. Jörg Neumann, kaufmännischer Geschäftsführer der Lebenshilfe Region Judenburg, im Rahmen der Eröffnungsfeier.

Bereits seit Mitte September 2017 arbeiten insgesamt 9 Menschen mit Beeinträchtigung im Bistro der Lebenshilfe. Sie werden derzeit von fünf Mitarbeiterinnen unterstützt. "Wir wollten unseren KundInnen eine Einarbeitungszeit an ihrem neuen Arbeitsplatz geben", so Standortleiter Markus Rinner. Zur Eröffnungsfeier konnten Rinner und sein Team zahlreiche Ehrengäste begrüßen, unter ihnen die Landtagsabgeordneten Gabriele Kolar und Hermann Hartleb, Bürgermeister Hannes Dolleschall und Wirtschaftskammer-Regionalstellenobmann Norbert Steinwidder.

"Dort, wo die Öffentlichkeit mit Versorgungsproblemen zu kämpfen hat, springen wir ein. Dies ist unser Beitrag für die Gesellschaft vor Ort", so Rinner. Der Standortleiter des Bistros plant bereits eine Erweiterung des Projektes: "Wir wollen direkt im LKH Snacks verkaufen und so einen weiteren Arbeitsplatz schaffen."

Mit dem Bistro setzt die Lebenshilfe Region Judenburg die Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention in ihrer tieferen Bedeutung um. Ziel ist einerseits, Menschen mit Beeinträchtigung eine realitätsnahe Arbeitserprobung zu ermöglichen und andererseits, mittelfristig aus den Einnahmen einen integrativen Lehrling im Bistro auszubilden.

Damit die Einnahmen steigen, wird den Gästen allerhand geboten. Auf der Karte stehen kleine Gerichte, Kaffee und Mehlspeisen der Bäckerei Brandl. Als Besonderheit gibt es einen Toast zum "Selberbauen". Darüber hinaus kann man Geschenke aus den Lebenshilfe-Werkstätten, Zeitschriften und kleine Mitbringsel für einen Besuch im Krankenhaus kaufen. Das Bistro hat täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

www.bistro-judenburg.at

Lebenshilfe Region Judenburg
St. Christophorusweg 15
8750 Judenburg
Tel: +43 (0)3572 83295
Fax: +43 (0)3572 83295-204